22. Juli 2013

Auf dem Weg in den Norden England's


Nun  bin ich in Scarborough gelandet (Bilder im nächsten Post). Wetter lässt inzwischen zu wünschen übrig. Unten auf den Bildern kann man meinen Weg verfolgen.
Es gibt sagenhaft viel Süßigkeiten überall. Es ist kein Wunder, dass die Engländer sooo fett sind. Man kann ja gar nicht drumhin, die vielen Fudges zu genießen (wenn man das so liebt, auch wie ich). Habe mir überlegt, dass ich erst mal essen werden. Zu Hause werde ich dann in den 3 oder 4 Monaten abnehmen und Sport treiben.
Habe mich ganz toll an die linke Fahrseite gewöhnt, alles kein Problem mehr. Fahren macht Spaß. In Städten, so wie jetzt Scarborough an der östlichen Seeseite, mache ich Park and Ride, parke also draußen und fahre mit Bus in die Stadt, ist immer das Beste. Vor allem auch, weil die Parkgebühren in den Städten so sagenhaft hoch sind. Übernachtungsmöglichkeiten finde ich jetzt auch in Orten, so wie York z.B. in den Vororten und dann auch wie zu Hause oder in den anderen Ländern am Straßenrand.
Es gibt viele "sophisticated", also vornehme, eingebildete, hochrangige, very british Leute hier in England - aber auch genauso viele primitive, fette, hässliche Menschen. Ich staune nur noch.

Eine Frage an euch: Sind die Bilder nun besser als die von der vorhergehenden Reise? Ich habe ja nun einen besseren Fotoapparat, müsste man also sehen.


Sandwich, ein süßer kleiner Ort in Kent

Sandwich

DAS darf natürlich in England nicht fehlen.
Das Zeug ist so furchtbar fettig,  dass ich es mir bis jetzt verkniffen habe,
aber einmal werd ich es probieren

alles Ales, also Biere verschiedener Art

Sandwich

Canterbury begrüßt die neuen Graduates von der Universität

Canterbury

2 stolze Studienabschließer

Canterbury Cathedrale

ein zu süßes Schild vor einem Pub
Canterbury, eine entzückende Stadt

Chilham, ein ganz niedlicher Ort in Kent

Chilham

wieder ein niedlicher Pub

an dem unten zu sehenden Parkplatz hängt in den Toiletten
dieses Schild....strange English People....

dank meines tolles Buches finde ich wieder diesen
tollen Parkplatz im Grünen, unterhalb von dem Örtchen Cbilham

Leeds Castle, von vielen Engländern als das schönste Schloss bechrieben.
Darum habe ich mir auch einen ganzen Tag auf diesem riesigen
Areal geleistet (20 Pfund, also ca 23 Euro!!!),
aber es hat sich gelohnt. Wetter toll, einmalige Parklandschaft
Lady Baillie with her daughters Susan and Pauline,
ca. 1920, Vorbesitzer dieses tollen Schlosses

eine "berüchtigte" Abenteurerin. Musste ich
deswegen natürlich fotografieren. Was auch immer
berüchtigt heißen soll, hab ich leider nicht
herausgefunden

Leeds Castle

Maze, also Irrgarten der allerfeinsten Art


Widdington, Pub, eine Adresse von "Brit Stop". Ein supernetter
Garten, wo ich dann auch übernachtet habe

Cambridge. Studenten verdienen sich ein paar Pfund dazu,
indem sie die Touris rumkutschieren. Sieht supernett aus.

natürlich besichtige ich auch eins der vielen Universities

Mann, wie toll muss es sein, da studieren zu können

und wieder ist heute ein gefeierter Abschlusstag für die Graduates

Cambridge ist schon eine sehr beeindruckende Stadt



Es wird mal wieder ein großes Festmahl zubereitet in einem
der wahnsinnig tollen Räumlichkeiten

nichts als Felder und Marschgebiet

18. Juli 2013

Calais, Frankreich und Überfahrt nach Dover, Great Britain

Endlich Mc Doof!!!

Ich fahre am Sonntag, 14.7. ein paar Stunden nach Venlo, Holland, wo ich in einem kleinen Örtchen an einem Wiesenrand gut die Nacht verbringe. Am Morgen bringe ich noch an meinem neuen Schiebetür-Fadenvorhang die Hippieblümchenketten an. Auch wenn ihr mich alle nun total für durchgeknallt halte, ICH find's toll und freu mir einen Ast ab :-). Danach geht's MIT neuer Navi-Anweisung (noch bin ich total gespannt, ob und wie es klappt. Zur Vorsicht habe ich dieses mal noch das Alte dabei. FÜR DEN FALL, dass ich das neue Navi nicht bedienen kann, muss doch noch das Alte her, au weia, hoffentlich nicht).
Auf Rastplatz nehme ich zwei niedliche kleine, belgische Studentinnen mit nach Calais.
Jippieh, das Navi klappt, es bringt mich nach Koordinatenangabe aus dem neuen, tollen Womobuch EXAKT an den superguten Übernachtungsplatz ans Wasser, 4 Minuten vom Fähr-An- bzw. ableger an den Strand von Calais bei tollem Wetter, viele nette Womo-Nachbarn aus den umliegenden Ländern, vor allem aber Engländer, die nach Hause wollen. Am Abend stehen dort bestimmt um die 100 Womo's, supernette Atmosphäre. Ausflug in die City, nicht so prickelnd, aber nett. Ich werde stündlich aufgeregter, weil es nun bald nach Good old England geht, au weia. Und ich habe Angst vor dem Linksverkehr und überhaupt vor dem mir unbekannten (abgesehen von 2 Besuchen vor Urzeiten) Great Britain.
Ich schlafe so gut wie gar nicht. Ok, irgendwie geht die Nacht vorbei. Um 10.00 Uhr heute starte ich das Auto und fahre den Schildern nach zum Check-In, eigentlich gar nicht so schwer, dennoch aufregend so eine mir unbekannte Schiffsfahrt. Wie in den letzten Wochen mehr und mehr fällt mein Auto auf und die Queen wird fotografiert. Zwei englische Frauen, die von einem Konzert in Rotterdam kommen (es scheinen im Juli und August auch überall in England Konzerte zu sein, was für ein Ding für mich!!!!), fragen mich, ob sie ein Bild mit mir und dem Auto machen und in Twitter stellen dürfen. Ok, nun bin ich also in Twitter, wer weiß, wie oft ich da schon drin bin nach den vielen gemachten Fotos inzwischen...
Überfahrt bei tollem Wetter und Engländern zu Hauf. Auch daran gewöhnt frau sich :-). Alle freundlich. 1 1/2 Stunde geht's zur anderen Seite, die von weitem sichtbar ist. Bei bestem Wetter, Hitze komme ich in Dover an und fahre nach erneuter Koordinatenangabe (Empfehlung meines Superbuches) auf direktem Wege nach St. Margaret's-at-Cliffe freiem Standplatz ÜBER den Klippen mit Sicht auf die ankommenden und abfahrenden Fähren zwischen Frankreich und England.  Die ersten Meter fahre ich auf der linken Straße komplett unsicher und bin es jetzt auch noch. Ich bin nur erleichtert, dass mich das Navi sooo toll geleitet hat und ich die kurze Strecke gut linksfahrend bewältigt habe. Ich treffe auf zwei Womos aus Deutschland, die am Abend die Fähre zurück nehmen. Schade, sie sind alle klasse und ich bekomme mal wieder gute Tipps bzgl. Schottland. Eine sympathische Frau in meinem Alter erzählt mir viel über ihre Womo-Überwinterung mit Ehemann in diversen umliegenden Ländern, sehr interessant für mich für die nächsten Winter!!!! Wir sind hier übrigens 1 Stunde zurück, also unsere normale Zeit.
Stehe jetzt hier komplett alleine über den Klippen, WIE TOLL und das am ersten Tag in diesem Land, klasse.
Heute bin ich früh im Bett und happy, hier gelandet zu sein und morgen geht's gaaaanz langsam auf die englischen Straßen, die übrigens in einem sehr viel schlechterem Zustand sind als bisher in den anderen Ländern und vor allem: SEHR VIEL ENGER, au weia! Aber auch das schaffe ich, logo!!!!

Nun bin ich inzwischen in Canterbury - alles sehr geschichtsträchtig.
Hab mich ganz gut an den Verkehr gewöhnt. Allerdings ist meine Fahrtüchtigkeit, die sich bereits soooo viele Kilometer bewährt hat, aufs Äußerste gefragt. Ich manage jedoch alles super bis jetzt.
Mein Buch sowie mein Navi sind DER HIT schlechthin. Was geht es alles gut mit gutem Material und guter Ausstattung. Welch ein Unterschied zu der vorherigen Reise, was die Infos angeht.
Wetter sagenhaft toll, außergewöhnlich gut, außergewöhnliche Hitze in England.
Ehrlich gesagt komme ich mir vor, als ob ich auf dem Mond gelandet wäre. Es ist doch sehr Vieles ganz anders als auf dem Festland. Aber ich find's toll!!!! Die Leute sind wirklich sagenhaft nett, jeder spricht mich an, vor allem natürlich auf das Auto. Das finden die einfach so irre toll (klar, die lieben ja auch, wie ich, den Kitsch :-)). Und keiner ist doof und denkt (wie die Deutschen sicher ab und an), hach das überkandidelt.
Hach, find ich England toll!!!!!!!!! Und die süßen Häuschen!!! Und die niedlichen Sträßchen - und überhaupt!!!

Auto mit neuem Vorhang


Fadenvorhang von außen

Bommeln endlich dran!! :-)

Fadenvorhang von innen


Womo-Standplatz in Calais, einfach nur klasse, weil fast direkt an Fähre

rechts noch mal Womoplatz

Calais
Möwe leistet mir Gesellschaft

P & O-Fähre fährt mich in 1 1/2 Stunden nach Good Old England

Kreidefelsen in Dover

Mein sagenhaft toller Standplatz in St. Margaret's at Cliffe

Aussicht aus meinem Fenster auf die Klippen von Dover

11. Juni 2013

Salamanca, Spanien und Kamera weg

Hab nur noch 9 Minuten Strom!!! :-). Sitze in der wahnsinnig schönen Stadt Salamanca, Spanien. Wer hätte das gedacht, dass Spanien soooo schön ist. Bin hin und weg!

Wetter inzwischen doch wieder gut, hatte mich die letzten Tage doch ziemlich runtergezogen, dass es nur bewölkt und schlecht und kalt war.

Ok, in Avairo, Portugal, Kamera in Geschäft auf den Boden gelegt, liegengelassen - und vergessen. 10 Minuten später war sie weg. Nun bin ich OHNE Kamera, wie furchtbar. Und ich hole hier auch keine neue mehr. Nun versuche ich, mit Arne's smartphone zu fotografieren, weiß aber nicht, wie ich die Bilder in den mac kriege.

Also - meine Lieben - keine Fotos zur Zeit, dooooof für mich und euch. Und kein Strom, kein Wasser, und überhaupt, aber sonst alles suuuuper.Tolle Tipps für England bekommen von gaaanz netten Dauerreisenden aus England. Demnächst geb ich euch den Link von denen. Fahre jetzt so ganz langsam Richtung Frankreich. Morgen aber erst noch mal tolle Fahrt zu einem Superort in Spanien, hab vergessen, wie der heißt.

So, nun wisst ihr Bescheid.

7. Juni 2013

Anstrengungen, Aufregungen, Sonnenschein

Erst mal nette Tage in Pego do Altar im Altejo mit toller Umgebung, totaler Ruhe, viel Lesen, Baden im See und nur ganz wenigen, Womos um mich rum. Natürlich wieder KEIN Campingplatz. Wetter superheiß.

Marienprozession, die immer in der Nacht vom 30.4. auf den 1. Mai in Portugal
stattfindet. Ein sehr netter älterer Mann hatte mich darauf aufmerksam
gemacht (wollte da eigentlich gar nicht hin) und dann musste ich
sage und schreibe EINE ganze Stunde da mitlatschen, entsetzlich!
Stausee in Pego do Altar bei Alcacer do Sal im Alentejo -
ein bekanntes, einsames, wunderschönes Gebiet inmitten von
Portugal
Alentejo
mein superschöner Standplatz direkt am See mit einem Nachteil:
abends bzw. eigentlich immer klitzekleine, nervige Viecher,
keine Mücken, aber so andere, lästige Viecher, die sich immer
in Mund, Nase, Ohren reingesetzt haben, auf die Dauer sehr nervig

bei Lissabon, Cascais, genauer Guincho am Strand, Nähe Campingplatz.
Dies ist eine Organisation, von der ich noch nie gehört hatte.
"Stronger together", was sie in Buchstaben hochhalten.
http://www.adhc.nsw.gov.au/about_us
Sie hatten dort ein nettes Treffen mit Musik am Strand und viel Aufhebens.
 Freak am Strand aus Portugal. Man achte auf das
Bild im Auto :-)
das berühmte Sintra bei Lissabon
tolle Kunstobjekte am Wegesrand in Sintra
ein zauberhaftes, mittelalterliches Städtchen mit Burg und Schloss

Dann also mein Termin beim "Campingcar Doktor" hier bei Cascais, Nähe Lissabon. Ich bin also pünktlich um 9.00 Uhr morgens (so sind sie die Deutschen!!) am vereinbarten Tag da. Im Navi nicht zu finden, ich suche erst mal über eine Stunde die Gegend ab. Als Erstes: Chef nicht da, muss angerufen werden. Ok, dann kommt er endlich eine Stunde später. Halben Meter kleiner als ich, aber nett. Schreibt alles auf, was ich haben will und meint: 2 Tage!!! Ich kriege einen Schock, aber sage ok. Er meint, es sei nicht weit in den Ort Oliveiras am Meer, NUR 15 Minuten mit dem Rad, kein Problem. Ich frage ihn: auf DER Straße darf ich fahren? Es ist eine 4-spurige Schnellstraße, die von einer Autobahn nicht zu unterscheiden ist. (Da ich sie mit Auto gefahren war, wusste ich, mind. 8 km dauerbefahrene Straße, danach noch weitere km zum Strand). Na klar, ist doch ein Seitenstreifen da. Ok, ich mache mich auf den Weg, es geht NUR runter, und wie! Die Autos rasen an mir mit großer Geschwindigkeit vorbei, ich quetsche mich so weit es geht nach rechts. Ich kann es nicht fassen, was ich da tue. Das ist gefährlicher als alles, was ich bisher gemacht habe. Mit Navi finde ich irgendwie nach 1 1/2 Stunden und ca. 17 km das Meer, habe aber keine Freude daran, weil ich weiß, dass ich das alles wieder zurück muss.
Nach ca. 3 Stunden mache ich mich schon auf den Heimweg, weil ich so Grauen davor habe. Ich muss schieben, da es ca. 28 Grad, Sonnenschein oder mehr sind. Alle schauen auf die verrückte Kuh mit dem verrückten Fahrrad, die als Einzige auf dem Seitenstreifen dieser Schnellstraße, für mich Autobahn, sich langsam zu Fuß gehend vorwärts bzw hoch bewegt. Sie halten mich sicher alle für total bekloppt.
Ich kriege einen roten Kopf, weiß kaum noch weiter. Es kommt der erste Kreisel, dann wieder 3 km, der 2. Kreisel, danach wieder lange nichts, der 3. Kreisel. Endlich Mc Donalds, ich schaffe es gerade nach 3 Stunden Tortur noch da rein und falle mit hochrotem Kopf auf einen Sessel. Eine Frau sieht mich und gibt mir Wasser zu trinken, weil ich nichts bestellen kann, heule vor Erschöpfung. Nach einer halben Stunde bin ich soweit, dass ich mir etwas bestellen kann. DAS mache ich hoffentlich nicht noch eimal in meinem Leben.
Da ist ja alleine mit Bus 10.000 km fahren, alleine in der Wildnis stehen, alleine umherirren, wenn Navi mich mal wieder in die Irre führt überhaupt nichts. DAS war die Härte.

Danach sage ich dem Werkstattbesitzer erst mal, WAS er mir da empfohlen hatte, nehme mein Auto, fahre noch in den Baumarkt, danach auf den Parkplatz von McDoof, 100 m von der Werkstatt und haue mich ins Bett. Noch Fragen? Ne.
Nächsten Tag um 9.00 Uhr bin ich wieder in der Werkstatt. Er lässt mich warten und warten und warten. Jetzt weiß ich, warum es mit Portugal wirschaftsmäßig nicht voran geht! Sie arbeiten so laaaaangsam und total konfus. Es wird erst mal überhaupt das nötige Material woanders geholt!!!!,  Öl gewechsel, Luftfilter, Ölfilter, Platte befestigt, am Fenster was angeschraubt. Eigentlich alles nur Kleinigkeiten, aber es dauert! Der Chef macht erst mal (Aussage 5 Minuten wäre er weg) eine ganze Stunde Mittag und fährt weg, ich mit Hunger bleibe da. Dann endlich beendet er die letzten Arbeiten um 14.30). Tja, Auto ist fertig, Kosten 245,-- Euro mit Material und 25 Euro Stundenlohn), aber ich auch!!!

Ich fahre nach Sintra, kann aber alles nicht so genießen, weil mich das Warten so zermürbt hat. Nun bin ich seit gestern Abend auf dem gleichen Campingplatz wie vorher und genieße nur einfach Ruhe. Hier darf man bis um 17.00 Uhr bleiben, dann geht's weiter Richtung Norden, wo auch immer hin .
Hab kein Bild von der Werkstatt gemacht, vergessen und weil ich so genervt war.