23. Februar 2016

Marokko - Teil 3

Viele von euch können sich vielleicht nicht vorstellen, WIE schön es hier in Marokko und dann noch mit dem Womo ist. Die Standplätze waren bisher immer am Wasser. Ich bin wieder soooo begeistert vom Überwintern hier. Es steht schon fest, ich komme immer und immer wieder hier her.

Während manchmal  Frauen in meinem Alter ein Ziel nach dem Anderen in der Welt abhaken, um bloß viele Länder, viele "Besonderheiten" noch in den verbleibenden Jährchen "abzuarbeiten" (hetz, hetz, hetz), so genieße ich mehr und mehr das ruhige Relsen und auch An-einem-Ort-bleiben-können wie in den vergangenen 3 Wochen. So ohne großes Ziel sich treiben zu lassen ist für mich der größte Luxus, den ich mir vorstellen kann. 

Bin jetzt in der schönen Oase Tighmert angekommen. Es sind die Dauerwohnmobilisten Sven und Doreen, die mir im Internet diesen tollen Tipp gegeben haben. Ihr solltet euch unbedingt deren Internetseiten mal anschauen, ich sage euch, es lohnt sich, Adressen siehe unten. Und Doreen kann kochen, der Wahnsinn. Schaut euch mal ihr erstes Womokochbuch an, der Hit, werd ich mir sofort zu Hause bestellen! 

Es sind auch noch deren sympathische Freunde hier, Cerstin und Reinhold, 2 Norddeutsche mit Cabrio und Wohnwagen. Es ist einfach klasse, gemeinsam in dieser ruhigen Gegend zu entspannen. Der Campingplatz ohne Elt und nur kalte Dusche ist einfach süß, wir sind teilweise nur 3 Autos. Und dann das tolle Wetter! Keine Wolke am Himmel, nur Sonne, tags 23 Grad, abends ca 17, toll zum Schlafen. Und das im Februar ! 

Ach, noch Richtigstellung: Westsahara ist KEIN autonomes Gebiet, sondern wird von Marokko besetzt. 

    Unterwegs bei Sidi Ifni



    Womostellplatz in Sidi Ifni. Zuerst dachte ich, oh je, aber dann.... hab ich mir ein tolles, ganz am Ende gelegenes Plätzchen ausgesucht, siehe unten 

    Sidi Ifni ist nett, aber auch nicht DER Brüller




    Ja also, ich bin das gaaanz linke Womo, doch nett, nicht wahr? Vor mir nur das tosende Meer, sonst nix

    Sehr gepflegtes Sidi Ifni 

    Der letzte Franz. Supermarkt Marjane, (glaube ich jedenfalls, will nix Falsches behaupten) vor der Wüste. Jedes Womo deckt sich hier ein. 

Doreen ist ihrem Element. Was es gibt? Pürierte, marokkanisch gewürzte, von uns Frauen gemeinsam "gerollte" und draußen frittierte Kichererbsenbällchen" mit Salat und Pfefferminzsauce, die Wucht! 


   Man schreibt hier in der Oase wie man spricht.... süß

    Oase Tighmert 



    Der erste Sonnenuntergang in der Oase, bezaubernd 

Der blaue Kasten mit "Bewohnern" Sven und Doreen.
www.kasteninblau.de
www.kochen-und-backen-im-wohnmobil.de

Hexenkutsche, die sich bisher gut bewährt hat. Ich habe unendlich gute Tipps bzgl. Verbesserungen und Erweiterungen bekommen. Danke Sven und Doreen! 

Reinhold und Cerstin mit Cabrio und Wohnwagen! 

Plausch am Nachmittag 

Eine Wanderung durch die Oase. Die Landschaft ist meistens trocken. Nur ein paar Monate nach intensivem Regen wachsen Pflanzen und Felder aus dem Boden. Interessante Infos zu dieser Oase auf  der Internetseite vom kasteninblau. 

Abends bekommen wir von Mohammed, dem Chef des CP, einen riesigen Teller mit Couscous, Gemüse und Kamelfleisch serviert



    Damit ihr mal seht, wie weit unten ich bin, siehe Guelmin 


























16. Februar 2016

Marokko - Teil 2

Entweder ihr bekommt wochenlang nix von mir oder ihr werdet bombardiert mit News....

Ein paar schöne Fotos von unterwegs und vom aktuellen Standort in Massa, unterhalb von Agadir,  der einfach umwerfend ist. Wetter sonnig, aber noch irre windig, kann also auf keinen Fall noch weiter in den Süden, weil dort auf langen Strecken nur noch Wüste und Steine sind und ich völlig auf mich alleine gestellt bin. Also bleibe ich erst mal hier in Massa und dann geht es demnächst dort hin.

Heute Wanderung bei nahezu Orkan auf den Klippen am Meer lang gemacht. Nettes Plätzchen im Windschatten gefunden und meditiert. Ich mag auch Stille und Einkehr einschl Meeresrauschen. Und wie gemütlich ich es am Abend habe, seht ihr vom Innenbild. 
Wetter war im gesamten Januar hier NUR heiß, jetzt hat es sich geändert, ok, auch gut, dann wirds eben erst wieder in einer Woche warm, Sonne ist meistens da. 

Übrigens, direkt von der Sonne wieder Lippenherpes bekommen, nach nur 5 Tagen, und wie!! Sofort in Apotheke Zovirax Creme und Tabletten besorgt. Gut, dass man hier alles frei bekommt, allerdings für mehr als 20 Euro, das ist wie bei uns 200 Euro. Dafür kann ich einigermaßen laufen, auch wenn's nicht der Hit ist. 
Ach ja, und dann hab ich, haben wir einen "Special Keks" verspeist. Wirkung: null! Und das lt Verkäufer mit Wirkung "strong", sehr witzig. Also wieder marokkanischer Beschiss! Hätte doch wohl jeder einen Ganzen zu sich nehmen sollen. Aber dann wäre ich ja vielleicht jetzt noch am Kichern, auch nett.....

    Kleiner Stopp unterwegs 



    Vielleicht fahr ich bis Dakhla zur autonomen Republik Sahara, danach geht's nach Mauretanien, allerdings nicht für mich,  mal sehen! 



    Mein Auto ist das mittlere, kleine, süße in Massa. Übrigens habe ich ein optisches "Antimännersignal", ein nicht funktionierendes Herrenrad auf meinem Fahrradträger. Dann noch mein Innenschild: "Männerfreie Zone". Komischerweise hält das aber manch Hartnäckige vom Eintritt nicht ab, was Frau ja auch ab und an gefällt, grins. 

    Ist der Platz nicht der Hit? Abends sitze ich gemütlich im meiner Kutsche und genieße den Sonnenuntergang. Morgen rücke ich dem vorletzten Poessl-Schild zu Leibe mit Föhn und Nagellackentferner - wenn es mich nicht vom Hocker windet. 




   Auch die Stühle verschwinden allmählich im Sand....


    Bunt, durcheinander, Laterne oder Kerzchen, schönes Essen, so muss es bei Annette sein. 





14. Februar 2016

Marokko - Teil 1

So, nun bin ich schon 2 1/2 Wochen unterwegs und ihr wisst noch gar nichts über den bisherigen Verlauf der Reise. Das geht ja überhaupt nicht! Es sind schon einige schöne Dinge passiert und ich hatte noch nicht mal eine Minute "Zeit", zu schreiben.

Los geht's also- endlich raus aus dem so entsetzlich gewordenen "Schwester Angela von den Heiligen Brüdern"- Land.  Vielleicht habe ich Glück und Schwester Angela ist in den Himmel katapultiert worden bis zu meiner Rückkehr. 

Am 31.1. Abfahrt mit "Hexenkutsche", wie mein neues Wohnmobil inzwischen von mir benannt worden ist. Bis auf zwei Kleber mit dem schrecklichen Namen "Poessl" drauf, sind alle weg und die neuen Aufkleber der Hexenkutsche sind befestigt. Foto siehe unten. 
Tag 1 geht's  bis nach Ladenburg bei Heidelberg, nächster Tag  bis kurz vor Lyon, Frankreich, Tag 3 bin ich schon in Sete (IPad kennt keine franz. Accents) Nähe Marseille, immerhin 1300 km von Hannover entfernt. 

Schöner Stellplatz außerhalb beim Thermalbad. Fahre nach Großeinkauf am nächsten Tag kurz in Richtung Fähre, will mal sehen, wie die Lage ist (Fähre soll Samstag Nacht um 24.00 Uhr gen Tanger ablegen). Düse hinter Womo her und denke, der weiß stimmt, wo, wie, wann, warum und überhaupt. Ein netter Mensch aus Celle mit Frau steigt aus und informiert mich, dass Abfahrt Fähre sich um einen Tag auf Sonntag verschoben hat und wir fragen uns, warum ich von ital. GNV Company keine Info bekommen habe. Unverschämtheit, die kriegen was zu hören!
Brigitte, Peter und ich beschließen, die Nacht auf dem vorherigen Stellplatz zu übernachten. Es wird ein netter Abend. Nächster Morgen gehts um 6.00 Uhr zur Fähre. Kein Andrang, die üblichen Formalitäten und um 9.00 habe ich meine Kabine, 2 Betten, Alleinbelegung, Außenfenster. Alles schläft erst mal ein paar Stunden, dann Erkundung des Schiffes, nix Dolles, sehr wenig Passagiere, sage und schreibe 5 Wohnmobile, davon 3 bis 4 aus Deutschland. Wieder der Beweis, WIE ängstlich die Deutschen geworden sind durch Flüchtlingskrise, dem "schrecklichen Marokko und den kriminellen Nordafrikanern". 

Ich lerne noch die beiden Nürnberger mit ihrem Allradauto kennen und es werden insgesamt sehr vergnügliche Stunden zu Fünft. Dies von wegen Einsamkeit und Alleinesein! Alles Quatsch. ÜBERALL lernt Mann/Frau tolle Leute kennen. 

44 Stunden später, also Dienstag früh um 5.00 Ankunft in Tanger Med, einem sauberen, ordentlichen, unkriminellem Fährhafen mit Bewachung. Sofort Dirham am Bankautomaten holen und ab sind wir alle im Bett bis es hell wird und sind alle glücklich, erstmal hier zu sein. 

Nächsten Tag zum Autowaschen lassen (4 Euro), Tanken (Diesel 0.70 Cent), Sim-Card für Telefon, Internet in Tanger beim Supermarkt Marjane besorgen. 3 Jungs betteln an meinem Auto, ich scheuche sie weg. Bei Abfahrt "rächen" sie sich und hängen sich sage und schreibe 4 mal an meinen Fahrradträger. Ich stoppe ganz scharf, damit sie "abfallen", nix, sie steigen kurz ab, wieder auf. Die Autos hupen wie verrückt hinter mir, keine Chance. Ich reiße das Steuer rum, blockiere den Verkehr, fahre auf die linke Spur und endlich ist der Spuk vorbei. Einfach nur furchtbar, also nächstes Mal Karten im nächsten Ort holen, nur weg aus Tanger. 

Ich fahre wie letztes Mal auch nach Asilah, dem ersten netten Örtchen am Atlantik. Ach, übrigens Wetter! Bereits auf dem Schiff haben wir uns bei windstiller See auf Deck in der Sonne geaalt. So auch hier, allerdings wirds abends kalt. Nächsten Tag Stadt anschauen und ausruhen von aller Aufregung. 

Meine Engländer, Pauline und Jonathan schreiben mir, dass sie in der Nähe meines Lieblingsörtchens Essaouira, 400 km landeinwärts, sind. Da ich bewusst dieses Mal ohne großen Plan durch Marokko reise (ich will mich total treiben lassen, was sich in der darauffolgenden Woche bereits sowas von auszahlt). Ich beschließe kurzerhand, mich zu beeilen und auf der Autobahn in diese Richtung zu düsen. Nach einer Zwischenübernachtung bin ich in dem wahnsinnsschönen Örtchen Essaouira mit dem super Strand, dem tollen Fischereihafen, der süßen  Medina (Altstadt) und auch dem schönen Womostandplatz direkt hinter den Dünen. Die Sonne strahlt, jedoch ist es windig und abends ab 5.00 Uhr schweinekalt. 

Morgens will ich noch eine halbe Stunde zu dem tollen Campingplatz nach Sidi Kaouki fahren, um the English People endlich zu treffen. Neben mir parkt ein "gebürtiger" Poessl, jetzt ist mein Auto ja, wie oben erwähnt, zu einer "Hexenkutsche" mutiert, ich spreche natürlich den davor sitzenden, freundlich aussehenden Typen an und lerne Max in etwa in meinem Alter  aus dem Rheinland kennen, der gerade eine 2 1/2 monatige irre Tour durch Mauretanien in den Senegal gemacht hat und langsam auf dem Rückweg ist. Wir quatschen ausgiebig und sind uns auf Anhieb sympathisch. Er ist ein Freak in jeder Richtung,  ihr müsst euch jetzt selber etwas denken dabei, was,  bleibt euch überlassen, grins. Einzelheiten werden hier nicht verraten. 

Ich muss aber weg und wir tauschen Telefonnummern aus. Ich bin dann auf dem supertollen Campingplatz in Sidi Kaouki und Pauline, Jonathan und ich feiern nach 2 Jahren Wiedersehen.
Ich schreibe Max wo ich bin und er kommt am nächsten Tag nach. 
Tja, und dann haben wir alle 5 wunderschöne, ruhige, entspannte Tage auf einem sauberen, an einem kilometerlangen Sandstrand gelegenem CP mit netten Womos um uns herum. Der Platz ist scheinbar beliebt bei Deutschen mit "weißer Ware" (Autos), aber ebenso bestückt mit "meiner" Art von Autos - Expeditionsmobilen aller Art mit interessanten Leuten aus Europa. 
Max und ich verstehen uns prächtig, gehen oft stundenlang am Meer spazieren und reden über Gott und die Welt. 
Max und ich  fahren nach diesen Tagen wieder nach Essaouira, bleiben dort noch 3 Tage und Max macht sich auf den Rückweg Richtung Deutschland. 

Also, ich kann mir keinen schöneren Beginn meiner Marokkotour vorstellen. Solch entspannt, coole, tolle Tage innerhalb meinen ersten 2 1/2 Wochen in Marokko. Morgen mache ich mich auf den weiteren Weg in Richtung Westsahara, denn hier ist es mir zu kalt, trotz toller Sonne. Hoffe, dass ich in keinen Sandsturm komme, denn der fängt in diesen Tagen meistens an. Vor allem dürfen die Straßen nicht so arg versandet sein (sie werden täglich mit Sandräumfahrzeugen gereinigt), sonst bleibe ich stecken. 

Nun noch ein paar Fotos: 


    Meine süße kleine Kabine auf der Fähre 

    Asilah

    Asilah, Marokko 

    Surferörtchen Sidi Kaouki

    Sandstrand in S. K. 

   Relaxte Stunden im schönen Marokko

    Beginnende Veränderung an meinem neuen Auto 

   Pauline und Jonathan aus England, leider hab ich kein anderes Foto. Ich denke jedoch, 
   dass wir uns demnächst wiedersehen werden, denn sie bleiben auch ca 3 Monate. 

    Abendliche Stunden am Meer 

   Essaouira bei Sonnenuntergang 

    Wir genießen im Liegestuhl ein "Freakcafe" einschl. abendlichem Kamelrückmarsch






30. März 2015

Martinique - zurück

Meine letzten Tage auf Guadeloupe brechen an, wie schade. Aber es ist auch schön zu erkennen, dass es mir auch hier nach den 2 Wochen trotz einiger Widersprüchlichkeiten gut gefallen hat.

Ich lerne bei Michael einen weiteren netten Gast kennen: Emilie, 28, geboren in Frankreich, Krankenschwester, 5 Jahre in Toronto gelebt, seit einem halben Jahr lebend und arbeitend am Nordpool bei den Inuit!!! Sie hat einen tollen Lebensrhythmus: 2 1/2 Monate arbeiten, dann 4 Wochen frei, und das das ganze Jahr! Verdienst doppelt so hoch wie in Frankreich. Somit hat sie genügend Zeit und Kohle zum Reisen! Es ist total interessant, ihren Berichten von dort zu lauschen! Und - was das Beste ist: endlich mal eine alleinreisende, mutige Frau! Jippieh! Es gibt sie also doch noch: junge, reiselustige, außergewöhnliche Frauen! Das gibt Hoffnung! Wir haben abends zus. mit Michael viel Spaß. Schade, dass ich sie nicht früher getroffen habe. 

Guadeloupe gefällt mir besser als Martinique, wenn es auch mit Marie Galante und Dominica nicht mithalten kann. Ich werde in Hannover einen Reisebericht über alle 6 bereisten Inseln für unseren Trotter schreiben. In dem werde ich die Unterschiede der einzelnen karibischen Inseln noch einmal ausführlicher beschreiben. Ich werde diese Reportage auch hier im Blog veröffentlichen. 

Ich mache noch einen Ausflug zum kleinen Archipel der Heiligeninseln, Les Saintes, 15 Min. Schiffsfahrt von Guadeloupe entfernt. Es liegt 10 km vor der Südspitze Guadeloupes und bildet mit seinen neun gebirgigen, bis über 300 Meter ansteigenden Eilanden eine kleine Welt für sich. Es ist von oben betrachtet das malerischste Refugium der Kleinen Antillen überhaupt.

Mir stellt sich dieses " malerische Refugium"  jedoch anders dar, sehr anders, um genau zu sein. Millionen von Touristen überschwemmen die Insel, gleich 2 Kreuzfahrtschiffe liegen vor der Hauptinsel. Man stürmt die Mopedverleihfirmen, ich u. a. auch, denn, wenn ich schon da bin, will ich auch die Insel erkunden. Viel gibt es nicht zu sehen, nette, aber überlaufene Strände, ein Fort, das war's. ich bin ziemlich enttäuscht und verlasse die ungastliche Stätte recht früh am Nachmittag. 

Am Morgen bade ich noch einmal im erfrischenden Fluß hinter Michaels Haus und genieße ein letztes Mal sein wunderbares Gelände. Wenn noch mal, Guadeloupe, dann nur hier. 

Eine stürmische 4 stündige Überfahrt nach Martinique. Es ist Samstag, es gießt, ist 19.30 Uhr - und, mal wieder keine Unterkunft. Toll. Denke, sicher JEDER auf diesem Schiff wird irgendwie abgeholt oder weiß, was mit ihm/ihr passiert, nur Frau Annette weiß nix, typisch. Will eigentlich zum Zeltplatz, der 1. 1/2 Stunden Autofahrt entfernt liegt. Keine Chance am Samstag Abend. Ein netter Mensch bringt mich zu einem einigermaßen günstigen Hotel (48 Euro), ich bin jedoch happy, nicht auf der Straße nächtigen zu müssen. 

Der Ort Fort de France ist nicht gerade der gastlichste Platz und ich muss noch genau 5 Nächte irgendwo verbringen auf dieser Insel. Ok, schlafe gut. Nächster Morgen, ich muss raus aus dem Zimmer, ist reserviert, packe die Klamotten, stelle sie in einem Hotel daneben ab und mache mich auf die Suche nach etwas Essbarem, NIX ZU MACHEN. es ist Sonntag, ALLES GESCHLOSSEN, keine Kaschemme offen, nur die Kirche ist begehbar, aber die macht auch nicht satt. 
Nach einer Stunde Suchen finde ich eine kleine Bar, die immerhin einen Kaffee anbietet. Meine Stimmung ist ziemlich düster. Wie und vor allem wo kriege ich die Tage rum? 

Und nun passiert das, was nur Leuten passiert, die frei, selbstbewusst, ohne Angst durch die Welt reisen: neben mir sitzt eine sympathische junge Frau alleine am Tisch. Natürlich quatsche ich sie sofort an. Es ist Sabina, ihres Zeichens Schweizer Ärztin (macht jetzt Facharztausbildung Anästhesie), fast 30, steht vor einem Jobwechsel, war gerade für 4 Wochen in Grönland unterwegs, jetzt eine Woche Martinique,  danach Schiffsfahrt mit 6 unbekannten Leuten in 5 Wochen nach Portugal. Ich sage nur: Wow! Na, DAS ist nun schon die 2. klasse Reisefrau! Es gibt sie also doch: die super Frauen ohne Angst mit nötigem Selbstbewusstsein, alleine durch die Welt zu reisen. Es ist unfassbar, sie hat bereits in jungen Jahren enorm viel von der Welt gesehen, ist sogar, genau wie ich, 
alleine über den Karakorum Highway in Pakistan nach China, per Anhalter nach Tibet, mit Fahrrad von dort nach Nepal. Donnerwetter! Sie ist genauso begeistert wie ich, endlich mal eine Frau zu treffen, die ähnliche Reisen  gemacht hat. 
Wir verstehen uns prächtig. Sie ist nicht gerade begeistert von Martinique und stellt auch fest, dass die Karibik für Backpacker nicht das geeignete Gelände ist. Man ist nur umgeben von "wohl situierten" 2 Wochen Urlaubern, die in Ressorts wohnen. Also nix für unser einen. 

Kurz und gut, wir fassen zus. nach einer Stunde den Plan, die Woche gemeinsam zu verbringen. Ich hole meinen Gepäckkram, sie den Ihrigen und wir düsen zur Fähre, die uns in genau 20 Minuten zu einem prächtigen Strand bringt, nach Anse Mitan gegenüber von Fort de France. 

Wir finden ein Traumquartier in einem Häuschen mit Swimmingpool, einem eigenen Strand, einer Bar, netten, wenigen Nachbarn. Wir sind überwältigt von dem Tag, unserem gemeinsamen Glück und stellen fest: so etwas passiert nur Menschen, die den Mut aufbringen, alleine loszuziehen und ohne zu wissen, wie die Tage auf einer Reise verlaufen. Unser Vermieter kann unsere Kennenlernstory kaum glauben und findet uns so klasse, dass er uns die Unterkunft billiger gibt, also bezahlen wir nur für dieses Traumquartier 64 Euro, was wirklich ein guter Preis ist. 

Wir genießen nun die Tage, werden zus. ein Auto mieten und ich düse dann am Donnerstag mit Flieger nach Paris. 
Dies wird also mein letzter Post aus der Karibik werden. Aber natürlich wird es mit meiner Reiserei weiter gehen und ihr werdet weiter an meinen Erlebnissen teilhaben. 

 In 5 Wochen geht's bereits für eine Woche nach Barcelona......

St. Anne, Guadeloupe
Mein geliebter Rum Punch, Rum gemixt mit Früchten, Kokos o.ä.
Zuckerrohr wird gepresst und der Saft verkauft

Mann fotografiert sich mit einer "Selfies-Stange", abartige Züge des 
Tourismus in einem "abartigem Ort: St. Anne auf Guadeloupe. 
Das Wasser sieht auch hier toll aus, aber der Tourismus zerstört jedes evtl. aufkeimende 
Flair des Ortes 


Mein Auto und das Meer 
Mangrovendickicht auf Guadeloupe 
Schiff nach Les Saintes, Heiligeninseln
Blick über das Les Saintes Archipel

Elektroauto auf Les Saintes
Morgendliches Bad bei Michael im frischen Gebirgsfluss

In Michaels Home zus. mit der netten jungen Emelie vom Nordpool 
Wir fahren mit dem Schiff von Guadeloupe an Dominica vorbei, ich winke noch einmal 
meinem netten Örtchen Soufrière zu....schluchz, dann geht es nach Martinique



Fort de France, größte Stadt auf Martinique

Unser Häuschen in Anse Mitan unterhalb von Fort de France, Martinique

....auch mal ein Quartier mit Pool, superklasse 

hauseigener Strand, welch ein Luxus 

Sabina und ich haben den weltbesten Platz ergattert - und gaaaanz wenige Gäste 
In dieser Unterkunft, was für ein Glück! 

Unser Strand vom Boot aus betrachtet


Abendliches Überraschungskonzert in Anse Mitan direkt am Strand 

Der letzte karibische Sonnenuntergang auf meiner Reise