30. Januar 2012

Flug von Dumaguete nach Manila

Noch ein paar nette Fotos aus Dumaguete, Shopping Mall:

Ein Boxkampf im Shopping Center, auch mal nett



Ich will nach Manila und sitze auf dem Flughafen in Negros.  Es gibt Live-Gitarrenmusik in der Flughafen-Wartehalle.

Ist zwar nicht unbedingt gemütlich hier, aber durch meinen Internet-Stick (der sich permanent bewährt und eine große Unabhängigkeit gewährleistet) kann ich die Zeit wenigstens gut nutzen. Ich werde oft in diversen location gefragt, wieso ich online sein kann, wo es doch kein freies WIFI gibt und dann sind viele Leute erstaunt, dass ich einen Stick habe. Also - DAS hat sich scheinbar noch nicht so durchgesetzt unter den Reisenden. Was aber immer mehr Leute auf Reisen haben, ist ein I-Pad mit faltbarer Tastatur, ein elektronisches Buch KINDLE von Amazon und natürlich I-Pod. In ganz Asien wird das I-Pad (meistens 1)  schon benutzt und auch Reisende aus Australien und Amerika bevorzugen das I-Pad. Es ist superleicht, klein, man kann nahezu alles damit machen auf Reisen, d.h. skypen, Fotos schießen, Bilder aufladen, Musik einspielen, seine eigenen, nötigen Applications drauf laden, Filme schauen. Und den einzigen Nachteil, dass es keinen USB-Anschluss hat, kann man umgehen, indem man ein entsprechendes Verbindungsstück kauft und dann geht auch das problemlos. Es ist DAS Medium schlechthin auf Reisen. Ich muss nur noch meinen Arne überzeugen und dann werde ich mir sofort zu Hause das I-Pad 2 zulegen. Und natürlich kaufe ich auch sofort einen KINDLE, werde KEINE Bücher mehr rumschleppen. Irgendwie muss ich ja mal dafür sorgen, dass mein Gepäck leichter wird....

Ich habe ja nun das 1. Mal einen PC, falsch, natürlich meine ich mac, :-)  mit, bin superhappy darüber (nur gewichtsmäßig bin ich nicht begeistert, siehe oben). In Verbindung mit dem oben erwähnen, lokalen Stick bin ich komplett unabhängig und meistens funktioniert auch alles. Abgelegene Gegenden bilden natürlich die Ausnahme, aber dies ist überall auf der Welt. Ihr werdet es nicht glauben - manchmal gehe ich auch auf die HAZ-Seite.

Nicht schreien, aber ab und an ist Hannover auch nett - wenn man es aus der Ferne sieht, bloß nicht zu nahe herankommen. :-)


 Nun zu dem Whale shark experience:


So nah hätte ich gerne einen Walhai (werden bis zu 12 m lang, gelten als die größten Fische im Meer und schwimmen mit offenem Maul) gesehen, aber es sollte anders kommen. Als Erstes war der Wellengang an dem besagten Tag sehr hoch, riesige Wellen türmten sich an der beach auf. Uns wurde allen angst und bange. Unsere Ruckäcke und sonstiges Zubehör (bin ich FROH, dass ich meine vielen wasserdichten Beutel, Taschen und auch meinen Schnorchelanzug mithabe) wurde von der crew zum Schiff (in dem Fall war es wirklich größer als ein normales Boot) getragen. Wir mussten zur Treppe "gehen", eigentlich war es mehr schon ein Schwimmen, da wir bereits da bis zur Brust nass wurden. Nachdem wir auf offener See waren, wurde es noch viel schlimmer, die Wellen gingen nahezu über das ganze Boot und wir fingen bereits an zu frieren, da wir natürlich da schon alle bis auf die Haut nass waren. Nach einer Stunde waren wir endlich an der besagten Stelle angekommen. Die beach war nicht weit entfernt, ca. 80 m schätze ich, aber eine STRÖMUNG - und das in Verbindung mit den meterhohen Wellen - unfassbar bedrohlich für mich. Die crew informierte uns, dass sie uns dort im Wasser "abladen" würden und dann ca. 200 m weiter unten wieder "einfangen" würden, da wir automatisch weiter getrieben würden. Im Wasser befanden sich an einer bestimmten Stelle einige Boote (die Walhaie wurden dort gefüttert, damit sie uns 1. nicht "anknabbern" würden, (Scherz, sie sind eh total harmlos) und sie sich auch nicht aus dem Bereich entfernen sollten. Die ersten Taucher gingen ins Wasser und waren SOFORT aus dem Blickfeld entschwunden. Ein junges Mädchen aus Amerika meinte, dass sie auf keinen Fall ins Wasser gehen werde, ich war noch unentschlossen, da ich soooo neugierig war. Ein kräftiger Mann ging mit Schwimmweste ins Wasser (er konnte NICHT schwimmen, WIE fahrlässig!!), stieß sofort mit Kopf an die Holz-Seitenausleger des Bootes und war bedusselt. Auf Nachfrage von der crew, ob es ihm gut ginge, schüttelte er nur den Kopf. Sofort sprang einer der Leute ins Wasser und versuchte, ihn zu packen, ging nicht, er war schon zu weit abgetrieben. Es dauerte ca. 15 Minuten, bis unser Mann ihn erreichte. Wirklich dramatisch die ganze Sache. Das Boot drehte inzwischen und dann endlich wurde er an Bord gehievt. Er war fertig mit den Nerven. Danach wurden noch 3 Japanerinnen an Bord gezogen, die es nicht schafften, mit den hohen Wellen und der Strömung fertig zu werden. Ein weiterer Mann wurde sofort vom Boot von der Strömung weggerissen, hat NICHTS im Wasser gesehen (weil auch alles so trüb war), kämpfte 1/2 Stunde damit, ans Ufer zu kommen, war völlig fertig, bis er endlich von der crew mit Beiboot abgeholt wurde. Andere Taucher bzw. Schnorchler berichteten, dass sie durch das aufgewirbelte Wasser fast nichts gesehen hätten. Plötzlich tauchte dann ein riesiger Walhai neben ihnen auf, den sie jedoch gar nicht richtig wahrnehmen konnten. Also - alles in allem - ein recht dramatisches Unternehmen, NICHT wegen der Tiere, sondern wegen der Wasser- bzw. Windverhlätnisse. Ich war soooo froh, dass ich zus. mit noch 3 weiteren "Angsthasen" diese Erfahrung gelassen habe. Die ganze Tour war unverantwortlich geleitet, schlecht betreut und wir wurden wenig bis gar nicht über die Gefahren durch die Strömung und die Wellen informiert. Des Weiteren sollte man diese Tiere, die sehr empfindlich sind, wirklich in Ruhe lassen und nicht durch irgendwelche Fütterungen für die Touris anlocken und solche angebotenen Touren auch gefälligst unterlassen. Meine Freundin machte mich darauf aufmerksam und sie hat damit vollkommen recht. Danke für den Hinweis Birgit! Werde so etwas zukünftig nicht unterstützen.

27. Januar 2012

Impressionen von Negros - Sugar Beach und Dumaguete

unterwegs auf der immerhin 5-stündigen Busfahrt werden leckere Sachen angeboten, wie z.B. gek. Maisstangen, Chips, Wasser, Nüsse in allen Variationen

das ist doch wohl eine niedliche Hobbit-Hütte, nicht wahr? Ich bin ganz entzückt

und so sieht sie von innen aus, eigentlich ganz nett ausgestattet, im Hintergrund das Badezimmer

das ist der Blick in den herrlichen Garten, meine Hängematte kommt später noch hinzu (bin immer froh, dass ich diese dabei habe, ist aus Fallschirmseide, somit leicht)

so viele Bilder wie ich inzwischen von Sonnenuntergängen habe, kann ich gar nicht alle veröffentlichen. Aber ich bin immer wieder begeistert von dem abendlichen Genuss. Zusammen mit Anke und Eve sitzen ich ab 17.00 Uhr im Liegestuhl, ein kühles Bier oder einen der genialen Cocktails neben mir, und wir genießen zus. die Stimmung





das ist die Sugar Beach am Tag

das Schweizer Resort am Abend. Ein Resort, das seines Gleichen sucht. Ich habe fast noch nie in meinem ganzen Leben solch tolles Essen bekommen. Das ganze Resort besteht aus Kunst, man kann den ganzen Tag nur schauen und entdeckt immer etwas Neues. 

 Zwei schweizer Brüder mit ihren Frauen haben das Resort vor 9 Jahren hier in Eigenarbeit gestaltet. Sie sind auch noch soooo nett. Ich wohne im Taw Hay Resort nebenan (da ich ruhige, etwas abgelegenere Hütten bevorzuge), aber den ganzen Tag halte ich mich mit Eve und Anke hier auf. Wir schlemmen und lassen es uns gut gehen.

Tausend Kinderaugen schauen mir bei der Computerarbeit am Abend an der beach zu. 

Tolle Gespräche mit netten Leuten am Abend runden die wunderschönen Tage ab. Besonders aber verstehe ich mich mit Eve und Anke aus Deutschland. Wir verbringen meistens den ganzen Tag zusammen am Strand, essen, trinken, baden, lesen, erzählen und es ist nie langweilig. Wir werden uns ganz sicher wiedersehen, das steht schon mal fest.

Der Abschied am Morgen fällt ja soooo schwer. 

eine lange Busfahrt steht an bis nach Dumaguete, insgesamt 8 Stunden

es findet ein Fest in einem Ort statt. Eigentlich ist alles wie bei uns auch zu Hause: viele Essensstände, Spiel und Spaß für die Kinder, Musik, Flohmarkt und und und 

ein kleines, entzückendes Mädchen tanzt ungezwungen auf einem Dach nach der Musik

nun bin ich in Dumaguete, einem wirklich netten Ort an der Ostküsten von Negros. Im Beachpavillon wird am Abend eine fast kostenlose Massage für die Bevölkerung angeboten. Eine Iniative von Livelyhood, Zone Therapie genannt.

Eine supernette Frau massiert mir meine müden Füße und alle freuen sich, dass ich Fotos von ihnen mache und so begeistert bin von diesem staatlichen Projekt

Ich wohne in Dumaguete im Harold's Mansion Hostel und es wird eine Whale-Shark-Tour angeboten, d.h. man kann auf offenem Meer mit den (immerhin gefütterten und damit satten :-)) Walhaien schnorcheln bzw. tauchen. Ich habe viel davon gehört und melde mich an. Es geht um 6.30 Uhr vom Hostel los. Wir sind um die 28 Personen. 

Ich bin begeistert und aufgeregt, als es dann endlich nach langem Zusammensuchen des kompletten Tauch- und Schnorchelzubehörs los geht. Ja, und dann geht eine Story los, die ich das nächste Mal erzählen werde, da die Geschichte zwar wirklich aufregend war, ich aber dennoch keine Walhaie gesehen habe bzw. gar nicht geschnorchelt bin. Bin auch froh darüber, sonst wäre ich vielleicht nicht mehr hier zugegen und könnte Berichte schreiben.....
Also, seid gespannt. Morgen geht's mit Flieger nach Manila und dann.... mal sehen...


Impressionen von Guimaras - Mountain Resort

angekommen im "grünen Land", Mountain Resort auf Guimaras-Island




Aussicht von meinem Bungalow aus




den ganzen Tag lese ich IM Wasser 

so manches Getier fleucht um mich rum
Aussichtsterrasse im Mountain Resort

und noch mal bei Sunset

der olle Klapperkahn nach Negros

gar nicht so einfach, sich mit Gepäck unter den Masten hindurch zu seinem Platz durchzuschlängeln. Nehme mir vor, zu Hause mehr Sport zu machen für die nächsten, wilden Touren :-)





Impressionen aus Boracay, Festival in Kalibo und meine Philippinen-Route

Hier könnt ihr mal meine Route (mit Doppelklick auf das Bild) per Schiff, Straße und Flug nachvollziehen. 

Boracay - Kite-Surfer

halbes Schwein für die vielen Touris auf Boracay

Boracay - die schöne Seite

Island-hopping an eine einsame beach

Rückkehr mit Schiff nach Boracay

unser wunderschöner bootsdriver....

....auf diesem wunderschönen Boot

abendliche Heimkehr der vielen Boote
 
 
unsere verrückte Truppe beim Festival in Kalibo
 

Festival in Kalibo auf der Insel Panay

Frau (eher verkleideter Mann) mit Jesusstatue :-)

Tribalmänner



noch eine wunderschöne "Shemale"

zauberhafte Farben


22. Januar 2012

Borocay, Panay, Guimaras, Negros


So, meine Lieben, wenn ich schon keine Bilder hochladen kann, so sollt ihr doch wenigstens meinen Bericht von den letzten Tagen bzw. inzwischen auch Wochen lesen. Bilder folgen dann später.

Also – wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, auf Borocay bei den Dänen!!!!! Die Gruppe besteht also aus ca. 8-12 Dänen und der Gruppe virtualtourist (www.virtualtourist.com). Die Letzteren treffen sich sowohl online in Foren als auch real während eines Jahres auf verschiedenen Kontinenten. Ein Däne hat diese beiden Gruppen dann auf Borocay, Philippinen, im Januar vereint und unter anderem auch meine dzg (siehe vorhergehende Erklärungen zu meiner Gruppe) eingeladen, die wiederum diese Info an mich weitergeleitet hatten. Nach totalem konfusem Durcheinander treffen wir uns also endlich an der beach in Borocay. Leute aus Singapur, Canada, Australien, Philippinen, Deutschland (ich) – und eben die DÄNEN. Die Gruppe, sorry, eigentlich betrifft es snur eine einzige Frau, ca. 40,  fällt überall negativ auf, sowohl in Bussen, als auch am Strand, als auch in Lokalen durch ihr lautes, extrovertiertes, auffälliges, unangemessenes, offensives Verhalten. Ich schäme mich, dazu zu gehören und versuche, mich in NICHTS aufzulösen. Ich werde mich hier nicht weiter dazu äußern. Wenn ihr  neugierig seid, weitere Infos per Mail.

Übrigens möchte ich hier mal den Unterschied herausstellen zwischen Rollkoffertouris mit beauty cases, die für kurze Zeit in die asiatische Inselwelt hechten (wie z.B. in diesem Fall die Dänen, sonst aber auch Russen, Japaner, Koreaner und Chinesen, nicht zu vergessen die Europäer), sich nur im Umkreis ihres Resorts aufhalten, saufen, sich lautstark in ihrer Gruppe bewegen, um dann „erholt“ nach ca. 2-3 Wochen wieder im Heimatland anzukommen. Das sind die Einen – und dann gibt es noch die backpacker (die natürlich auch nicht alle nur toll sind, das muss auch gesagt werden), welche zumindest ab und an umweltbewusster, günstiger, weniger meckernd, oft langzeitreisend, informierter und leiser die Kontinente bereisen und mit denen man sich oft gut austauschen kann über diese unsere Welt und seine Schönheiten. Ich weiß, ich weiß, ihr sagt jetzt: Auch in diesen beiden Gruppen gibt es Ausnahmen, klar. Meine Aussage ist recht pauschal, aber ich liege oft richtig mit meiner Einschätzung, das kann ich aus vielen, vielen Gesprächen mit den beiden Gruppen heraus sagen.

Glücklicherweise bewohne ich eine andere Unterkunft in Borocay und kann mich einigermaßen von der dänischen Gruppe fern halten. Wir fahren zus. einen Tag nach Kalibo, zum Ati-Atihan-Festival, dem größten Ereignis der Philippinen – eigentlich ein Karneval. Wie ihr später auf den Bildern sehen werdet, gleicht das Festival dem Kölner Karneval schon sehr. Der Ursprung dieses Festivals geht auf verschiedene philipp. Tribal groups (also Ureinwohner) zurück. Man vermischt diese Tradition jedoch inzwischen mit dem katholischen Glauben (wie man hier alles damit irgendwie vermischt, da die Mehrheit der Philippinos katholisch ist. Missionare aus dem Westen haben vor langer Zeit ganze Arbeit geleistet :-( ). Sowohl die Festivalbesucher als auch die Akteure schleppen überall kleine Jesuskind-Statuen mit sich herum, sieht absolut witzig und absurd aus....
Das Ganze ist laut, eng, bunt, es wird viel Alkohol getrunken, man feiert sich und den Umzug – also alles vergleichbar mit meinem geliebten Kölle (nur da kann ich die Lieder wenigstens mitgrölen....). Ich finde das Ganze für ca. 2 Stunden überaus nett und amüsant, aber dann wird es mir und John (Australier von vt (virtuell tourist) )doch zu laut und wir beschließen, uns abzusondern und etwas Ruhiges zu machen. Wir lassen uns massieren, er hat Ganzkörpermassage von 2 !!!! netten, jungen Philippinos und ich nehme eine Fußmassage mit Pediküre, ebenfalls pro Fuß eine nette, junge, Philippinin. Ich bin absolut begeistert – und vor allem – mein letztes Stückchen „Seeigel“ wird mir entfernt und ich bin superhappy. John ist ebenfalls hin und weg!
Anschließend geht es in einer nervigen Busfahrt (siehe oben, Dänin) zurück auf unsere Insel. Den nächsten Tag geht’s mit wunderbaren Auslegerbooten und einem unglaublich gut aussehenden, jungen Kapitän zu einer abgelegenen beach (Bild folgt auch demnächst). Hach, manchmal, wirklich nur manchmal, wünschte ich mir, 40 Jahre jünger zu sein, seufz! Aber dann müsste ich ja noch in dem Sch....Deutschland arbeiten – und dann sage ich mir: Ne, NIE WIEDER. Also – bin ich oberglücklich und genieße einfach nur die süße, kleine beach und manchmal sogar nette Gespräche mit der abstrusen, internationalen Gruppe.

Am Abend ein wirklich tolles Treffen in einem vornehmen, tollen Hotel an der beach mit supergutem Buffet. Abends drauf ein „Disco-Abend“ mit Barbecue am Strand, woran ich aber mit Janet geflissentlich nicht teilnehme und wir genießen ein paar nette Stunden in philippinischem Restaurant.

Tagsdrauf „flüchte“ ich von der Russen/Chinesen/Korea-Insel, nehme Boot, Bus, Boot, Tricycle und bin am Abend im Dschungel auf der Insel Guimaras. Es ist das Valle Verde Mountain Resort. Ich denke mir, nur RAUS und weg und alleine seine und mein Bedarf an beaches ist auch im Moment gedeckt, nix mehr ist in meinem Sinn. Und – ihr glaubt es nicht. Ich lande im Dschungelparadies mit einem Wahnsinnsswimmingpool – und vor allem KEINE Touris, 2 sehr nette philipp. Schwestern führen das Resort. Natürlich geht’s sofort ab ins Wasser und ich genieße die Stille. Die gleichen Überlegungen hat auch Simon, ein junger australischer Lehrer aus Melbourne angestellt, der gerade vom lauten Festival in Kalibo kommt und der ebenfalls froh ist, dem Irrsinn entflohen zu sein. Zusammen verbringen wir den restlichen Abend im Pool bzw. auf der Aussichtsterrasse mit abendlichem Sunset. Es gibt natürlich nur das Essen, was die beiden Schwestern zubereiten, ist uns aber sehr Recht, Hauptsache Ruhe und Dschungel. Auf den 50 Stufen hinunter zum Zimmer begegnen mir mindestens 30 Geckos, viel sonderbares Getier, Millionen von Ameisen – na und ca. 20 Frösche. Glaubt mir, ich habe wirklich jeden Einzelnen abgeknutscht – und was ist rausgekommen – natürlich NIX. KEIN einziger Prinz erscheint. Glaubt es mir: es ist doch nur ein Märchen!! Also lasst die Knutscherei, grins, brüll.
Aber ist auch gut so. Bin wieder sooooo happy, alleine zu sein und mein Leben alleine zu genießen. Was soll ich da mit einem meckernden, nervigen, langweiligen, auf den Wecker gehenden PRINZ? Ne, das Leben ist doch so viel schööööööner.

Ich verbringe 2 Nächte dort, bleibe einen ganzen Tag nur im Pool und lese, Simon macht das Gleiche und wir haben auch viel Spaß im Wasser. Am Abend bekomme ich von Janet (aus der dän. Gruppe, aber recht nett) ein sms und sie fragt, wo ich bin. Sie kommt ein paar Stunden später zu mir, da sie ihrer Gruppe entfliehen möchte und verbringt auch die Nacht im Dschungel.

Zu Dritt machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Negros, der nächsten Insel. Da alles mit Booten viel abenteuerlicher ist, wollen wir dieses natürlich tun und nicht fliegen. Ein langer, langer Tag beginnt. Ich will nur mal die einzelnen Transportmittel und Zeiten aufführen:

8.00 Uhr Fahrt mit lokalem Jeepney auf unwegsamem Gelände (1 Stunde) zur Fähre

ca. 2 Stunden Wartezeit

11.00 Uhr Abfahrt des „wrackigen“ Kahns (ca. 1,5 Stunden) nach Negros
(kein weiterer Touri, da diese Überfahrt nur sehr selten von westl. Besuchern genommen wir, was für ein Glück!) Übrigens – jeder Passagier muss sich vor Abfahrt des Bootes in eine Liste eintragen mit Namen in Druckbuchstaben, Alter und Land. Was meint ihr warum? Ja klar, es sinken sooo viele Boote aufgrund von Überladung, da müssen die doch die Passagiernamen haben. Ich gebe natürlich NICHT mein richtiges Alter an. Wenn also mal eine 20-jährige Annette aus Deutschland vermisst wird, dann bin ich das :-)...

Mit Tricycle zur bus station (ca. 15 Minuten)

1 Stunde Wartezeit auf den Bus

ca. 13.00 Uhr Busfahrt nach Sipalay (sugar beach), Dauer ca. 5 Stunden, in der einzigen Buspause noch 3 Minuten mit Tricycle zum ATM-Automaten und Geld holen, da es an der beach keinen Automaten mehr geben wird.
(unterwegs wird einem italienischen Pärchen der kleine Rucksack geklaut - das 1. Mal, dass seit meinem Philipp. Aufenthalt etwas geklaut wird  – sie sind sehr betrübt, da darin die Passports, Kameras usw. sind. Simon gibt ihnen spontan umgerechnet 17 Euro, damit sie alles regeln können und spät abends kommen sie noch bei uns an)

17.30 Fahrt mit überladenem Tricycle ca. 20 Minuten zur Bootsanlegestation

18.00 Uhr mit Banka (kleines Auslegerboot) zur sugar beach.
Ankunft im Resort.

Wir sind fertig mit der Welt, aber oberhappy, da es hier wirklich toll ist. Tja, so sind oft die Reisetage.

Nun bin ich, wie bereits erwähnt, in meiner kleinen, süßen Hobbit-Hütte und genieße die beach und die ab und an seeeehr netten Leute aus Deutschland, Schweiz – und auch manchmal Japan und anderen Ländern.

Nun noch mein gestriges Schnorchelerlebnis, was doch erwähnenswert ist, da ich wirklich fast „abgesoffen“ wäre.
Am Abend wird ein Philippino-Geburtstag mit Hühnchen auf dem Grill, vielen Bieren, Lagerfeuer usw. gefeiert. Ich werde spontan eingeladen. Es ist nett. Ich erfahre, dass am nächsten Tag um 9.00 Uhr eine Schnorcheltour zum vorgelagerten Wrack stattfindet. Da muss ich natürlich mit.
Also geht es los, wir sind ca. 8 Leute plus 2 Bootsdriver. Irgendwo auf der offenen See stoppt das Boot und wir können ins Wasser. Ich springe als Erste rein und schwimme drauf los. Ich muss noch erwähnen, dass ich keine Flossen im Gepäck habe, sondern nur meine Schnorchelmaske und ich trage meine Wasserschuhe. Ein Typ meinte vorher, ne, Flossen sind auch nicht nötig hier, man kann gut schwimmen (hab ich ja in den vergangenen Wochen auch immer gemacht).
Ich befinde mich nach wenigen Sekunden bereits ca. 50 m vom Boot entfernt im offenen Meer. Ok, denke ich, mach dich mal wieder auf in Richtung Boot. Und? Was ist? Ich schwimme und komme NICHT vom Fleck. Ich verstehe erst mal nicht, warum. Dann kapiere ich: die Strömung! Ich strenge mich wahnsinnig an, es geht nur millimeterweise vorwärts. Oh mein Gott, ich bekomme Panik und ackere und ackere. Die Anderen sind alle in Bootsnähe. Irgendwie gelingt es mir, Richtung Bootstreppe zu schwimmen. Bin ca. 1 Meter hinter der Treppe, merke, ich komme nicht mehr weiter, schlucke recht viel Wasser, kriege absolute Panik, gehe bisschen unter, kriege keine Luft mehr, fuchtele nur noch irgendwie in der Luft rum. Glücklicherweise ist der bootsdriver auf der richtigen Seite des Bootes und sieht, wie ich mich abstrampele und bemerkt die inzwischen dramatische Situation. Sofort kommt er hinunter und reicht mir seine Hand, die ich nach weiterer Anstrengung irgendwie erreiche. Mit letzter Kraft erreiche ich die Treppe und schmeiße mich auf die erste Stufe. Ich kann nicht mehr, mir ist nur schlecht, bin absolut in Panik.
Ok, bin also erst mal wieder gerettet. Erst dann sehe ich, dass sich fast alle Anderen (auch die großen, starken Männer) an der Bootsleine entlang hangeln und diese nicht loslassen. Die Strömung ist wirklich sooo bedrohlich, dass es kaum einer wagt, alleine auf Tour zu „gehen“ . Und die haben alle Flossen und ich nicht!!!
Danach will ich natürlich endlich das Wrack sehen! Also an die Leine und schauen. Ist wirklich ein grandioses Erlebnis, nur in ca. 2 m Entfernung Teile eines Bootswracks zu sehen, in dem sich bunte Fische, leider aber auch Quallen, und sonstiges Getier tummeln. Sagenhaft, bin doch happy, dass ich noch einen zweiten Versuch gestartet habe – trotz Übelkeit. Aber ich MUSS auch das sehen!
Wir kommen alle wieder zurück und dann geht es zum nächsten Tauchgang, dieses Mal ein Korallenriff mit toller Unterwasserwelt, wirklich klasse. Zuerst will ich nicht mehr ins Wasser – zu sehr stehe ich noch unter Panik, aber ich mache genau das Richtige. Nach einem solchen Erlebnis muss man sofort wieder schnorcheln, da ich sonst sicher den Mut verloren hätte, noch einmal jemals in meinem Leben zu schnorcheln. Also schnorchele ich mich vorsichtig Meter für Meter vom Schiff weg. Jetzt ist aber die Strömung weg, da wir nicht mehr ganz so weit vom Ufer entfernt sind. Und ich merke: ich kann’s wieder, ganz normal schnorcheln und komme auch gut voran. Denn ich bin wirklich sowohl eine gute Schwimmerin (hab immerhin in meiner Jugend mal den DLG-Leistungsschein gemacht), als auch eine gute Schnorchlerin. Also fasse ich wieder Vertrauen zu meinen Fähigkeiten und kann nach einer Zeit auch wieder das neue Erlebnis genießen. Nach insgesamt 4 Stunden kommen wir wieder zurück und ich muss erst mal ins Bett und mich erholen von dem ganzen Schock. Mann! Was für ein Erlebnis!

Heute ist nur noch Schwimmen, Relaxen und tolle Gespräche mit Anke und Eve aus Deutschland angesagt.  Ich schlafe in einem ruhigen, etwas zurückgelegenem Bungalow, aber ich esse im besten Lokal der beach! Und eins muss man den Schweizern wirklich lassen: Die können KOCHEN! Eine unglaubliche Küche ist hier. Die Geschichte der ansässigen Schweizer ist auch interessant, wenn ich auch oft nicht der gleichen Meinung bin, was die "europäische" Entwicklung hier angeht.
Mir gefällt es immer besser und ich muss sagen: mein Philippinenbild entwickelt sich täglich positiver und ich bin mehr als froh, das Land zu bereisen. Ich kann euch nur allen sagen: Es ist phantastisch hier, die local people super, super freundlich, zum Teil wunderbare beaches, tolles Wetter, immerhin weniger Touris bzw. backpacker als in Thailand und sogar an mancher Stelle sagenhaft tolles Essen. Also – DAS hat sich auf jeden Fall seeeehr viel gebessert in den letzten Jahren. Und von wegen Philippinos sind aggressiv! Ha, dass ich nicht lache, das sind gaaaanz liebe, freundliche, bemühte Menschen, die keiner Fliege was zu Leide tun können.  Wie mir erzählt wird, ist die ganze, friedliche Situation hier allerdings nicht mit Mindanao zu vergleichen. Dort herrschen gefährlichere Verhältnisse und auch die Bevölkerung scheint aggressiver zu sein (lt. Aussagen der hiesigen Philippinos). Aber solch eine Insel reizt mich natürlich sehr, da ich ja bekanntermaßen mehr an abgelegenen und auch gefährlichen Gebieten interessiert bin. Wenn das Wetter zur Zeit dort nicht so viel schlechter wäre, würde ich glatt dort hin reisen......

Aber auch hier schreitet die Entwicklung voran und viele beaches werden zum Spottpreis an Europäer verhökert und Europa macht sich dick und fett. Es wird sich alles verändern – und dies nicht nur zum Vorteil, da sind wir uns alle einig. Wie schade! Bald wird hier das 2. Thailand herrschen! Ich genieße jedoch noch die wunderbaren Tage im und vor dem Wasser, den umwerfenden, nächtlichen Sternenhimmel, den roten Sonnenuntergängen, Temperaturen um die 30 Grad, das sagenhafte Essen, die netten Leute – und das alles im JANUAR!

20. Januar 2012

Mal wieder Kurzinfo von Negros

Meine Lieben,

es geht internetmäßig gar nix, drum wenigstens eine kurze Info. Bin hier an einer sehr schönen beach, genannt Sugar beach in Negros. Eigentlich alles perfekt, wenn diese beach nicht fast ausschließich Schweizern gehören würde. Fast jedes der 6 Resorts gehört unseren geschätzten Nachbarn, unfassbar. ( Ich bin in dem einzigen Resort, das Philippinos gehört.) Ich möchte es nicht weiter bewerten, da ich mir sonst euren Zorn einhandle.... In Mails werde ich weiter dazu Stellung nehmen. :-)

Ich werde die nächsten 8 Tage wahrscheinlich hier bleiben (somit Blog schreiben bzw. Internet nahezu unmöglich) und trotz mancher nicht so ganz tollen Umstände das Wasser und mein supertolles Hobbit-Häuschen einschl. meiner genialen Hängematte genießen. Fühle mich wie Bilbo und Konsorten, ihr wißt schon.... Einfach zu süß. Gleich genehmige ich mir ein paar der genialen Cocktails am Strand....

Meine Pläne für die nächsten Wochen haben sich auch mal wieder geändert. Werde früher nach Manila (wahrscheinlich) zurückkehren und dann mal sehen. Entweder Kurztrip nach Hongkong, oder Bustour zu den berühmten Reisterrassen und ins apanische Vigan. Mal sehen, irgendwas wird schon klappen.
Muss nur noch Flug buchen, was sich schwierig gestaltet in Anbetracht der fehlenden Netzverbindung.

Hab heute Abend gerade den ersten Sonnenuntergang IM Wasser genossen. Phantastisch. Hier ist gerade Lagerfeuer am Strand, muss ich dran teilnehmen, NUR Philippinos, klasse. Außerdem werden Hähnchen am Spieß gebraten. Und das Meer rauscht dazu..... Das Leben kann ja soooo schön sein....

Hab neue Pläne für Mai bis Dezember 2012! Ihr könnt gespannt sein!

Also bis demnächst! Haltet euch wacker.