5. August 2012

Ausflug ins Rupshow Valley zum Lake Tso Moriri

Meine Lieblingsbilder unserer 3-tägigen Tour zum 280 km entfernten und 4.500 m hoch gelegenen  Tso Moriri zuerst. Der See liegt nicht weit von China/Tibet entfernt, ist also Grenz- und Militärgebiet, dadurch müssen wir ein gesondertes Permit haben. 
Ich sprenge mit den großen Bildern meinen von mir gewählten Rahmen, aber dieses Mal muss es sein, weil ich euch die Bilder so groß wie möglich zeigen möchte. 


DAS Bild muss man erklären:
Von vorne betrachtet sieht die Sache so aus:
erst Erde, dann Salz, dann See, in dem sich der Reihe nach spiegeln:
die Wolken, der Himmel, die schneebedeckten Berge,
die hügelige Bergkuppe.
Der blaue Streifen Wasser ist eigentlich kein Streifen, sondern der See geht bis vorne hin.
Ich habe noch niemals solch ein eindrucksvolles Spiegelbild in einem See gesehen. 
Auch das habe ich noch nicht gesehen: solch eine Vielfalt von Brauntönen im Abendlicht

Unser wahnsinnsabgewrackter Bus

Holzbalken werden auf den Bus geladen
natürlich hat man nicht daran gedacht, dass die Hölzer auch irgendwie auf dem Truck befestigt werden müssen.
Man findet nach 20 Minuten ein paar "Fäden". Kommentar überflüssig....India......

ich schaue in den hinteren Teil des Busses,
es ist wirklich alles drin: angefangen von Fässern mit Öl, Benzin, Gemüse, Hühnern usw. usw. 
Und so sieht das Prachtstück von außen aus...
mit Loch im hinteren Teil.....
....und einem Wahnsinnsreifenprofil
Der Salzsee von oben auf der Hinfahrt am Nachmittag in anderem Licht, auch toll, aber kommt an das
obige Spiegelbild nicht heran
unterwegs zum Tso Moriri
und da ist er nun endlich -  Lake Tso Moriri im Rupshow Valley, Grenzgebiet zu China/Tibet
wir sind in der örtlichen Monestry und wir fühlen uns wie in einem Bühnenstück.
Die Kinder einschl. der Mönche machen nur Blödsinn.
Wir kommen uns vor wie in einem Theater und die Kinder bzw. eigentlich alle stinken!!!!!!!!
Mutter - oder ist es die Oma? - mit Kindern
Blick vom Aussichtspunkt auf den See

Es sind viele Trekkinggruppen unterwegs und die brauchen bekanntlich alle Pferde
für den Transport von Vorräten, Kochern, Zelten und Gepäck


endlich sind wir da, wo wir hin wollten: bei den Nomaden.
Sie sind jedoch alle ausgeflogen, nur der Hund (nicht ungefährlich) passt auf.
Sie sind alle in dem kleinen Ort, in dem wir übernachten.
Man kann sie sofort als Nomaden erkennen, Erwachsene sowie Kinder total verdreckt,
alte Klamotten, Null Englisch, aber irre nett

überall, wo die Nomaden für eine Zeitlang bleiben, bauen sie Zäune für die  Ziegen, Schafe, Pferde
und was sie sonst noch so haben
Veronique traut sich über eine Brücke
(auch wenn man es ihr, der Brücke, nicht ansieht, so ist die Überquerung nicht ganz so einfach)
Bei mir sieht es dann nicht so ganz elegant aus....
Ladakhi-Frauen mit ihrer tollen Kopfpracht
das Grün der mit Wasser durchtränkten Erde sieht phantastisch aus gegenüber der total dürren Berglandschaft
auch hier am Tso Moriri gibt es am Abend eine Spiegelung
Die Sonnenuntergänge sind umwerfend
unser lustiger Mönch, der uns bereits im Bus Vergnügen bereitet hat.
Hier nimmt man alles nicht so Ernst und nix ist heilig....:-)
im Ortsmittelpunkt ist immer was los
auch mit Kind auf dem Rücken kann man waschen...
am Abend werden die ganzen Ziegen, Schafe (auch Pashmina-Schafe dabei) nach Hause getrieben
von der Bergeshöhe geht es hinunter
Nachts ist es kalt. Veronique schläft mit allen Klamotten, die sie aufzubieten hat,
sogar mit Mütze in der Nacht
mit dieser Kiste fahren wir dann nach 2 Tagen zurück (wieder 8 Stunden über Pisten, Steine und Sand), unglaublich, dass sie sowohl als auch wir
das überlebt haben
immer wieder veränderte Berghänge
die berühmten und witzigen Straßenschilder im ganzen Himalaya

Berghänge in ständig wechselnden Farben, dieses Mal in Violett - und das alles fast die ganzen Kilometer am herrlichen Indus entlang.
auch mal wie mit Bleistift gezeichnet
Bagger stehen immer wider bereit, um die ständig wechselnden Straßen- bzw. Wege von herabfallendem Geröll zu befreien
Man achte auf nette Schreibweise :-)


....und damit ihr alle wisst, 
...woher mein zukünftiger Busname kommt, hier
das dazu passende Bild, gesehen an einem Laster am Tso Moriri.
Mein Bus wird den Namen :
QUEEN OF RUPSHOW VALLEY
bekommen!!!
Aber erst mal muss er eine neue Farbe,  Malerei wie auf einem indischen Truck, Solar und weiteres Zubehör
erhalten. Zur nächsten Europatour soll er fertig sein. 
Ja, und nun noch ein kurzer Bericht zu der Tour: Veronique und ich machen uns um 5.00 Uhr morgens mit örtlichem Bus von Leh aus auf den 8-stündigen - angeblich soooo guten Weg! Wir haben es natürlich gleich angezweifelt, zu Recht, wie sich herausstellen sollte. Der "Weg" ist zwar teilweise auch asphaltiert, aber meistens geht es über Pisten, Geröll, Wüstenwege und durch's Wasser. Der Bus rumpelt und rappelt und schwankt an Abgründen bzw. am Indus entlang. Aber wir haben unseren Spaß mit den local people und dem "wundervollen", total überladenem Bus. 
Dadurch dass der See so sehr tief in Ladakh bzw. an der Grenze zu Tibet liegt, sind die local people natürlich noch recht ursprünglich, d.h. eigentlich sind alle Nomaden, ob nun in Zelten lebend oder nicht. Sie waschen offensichtlich ihre Klamotten, aber ehrlich gesagt, riechen weder sie noch die dreckigen Teile danach....Es kommen recht viele Sommer-Touris in dieses Gebiet, dennoch wird über jeden neuen Besucher gestaunt. Wir sitzen am Abend am - wir nennen es - Meetingpoint des Ortes und schauen uns das Dorfleben an. Ein alter Mann stellt sich vor mich und starrt mich aus ca. 20 cm an, ein Nächster kommt hinzu und starrt ebenfalls. Veronique sitzt neben mir und wir lachen uns scheckig. Ich schaue an mir runter und überlege, was an mir so Besonderes ist. Sie sind offensichtlich von mir angetan bzw. von meinen blonden Haaren. Also - falls ich doch noch mal an Männern interessiert sein sollte, HIER kann ich fündig werden. Wenn auch keine Zähne mehr im Maul und stinkig, aber das Angebot ist vorhanden und die Nachfrage nach tollen Blondinen ist groß und ich hätte die Auswahl. Ich werde's mir überlegen.....Vielleicht in 20 Jahren..... aber dann nehme ich einen Jungspund MIT Zähnen und ganz viel Schwung und Elan....- und keinen alten Stinker!!!


Wir haben übrigens den local bus genommen, wissen aber nicht, wie wir zurückkommen werden. Das Permit für den Lake besteht für 8 Tage. Der nächste Bus wird aber erst in 10 Tagen kommen. Man sagte uns, dass es ja soooo schwierig bzw. unmöglich sein werde, überhaupt bzw. pünktlich zum Dalai Lama-Teaching am 4.8. zurück zu sein. Egal - wir versuchen es. Und  - tatsächlich meldet sich unser Zelt owner am Abend und meint, dass irgendein Onkel mit einer im Leh wohnenden Lehrerin zurückfahren werde und wir mit ihm für 1500 Rs, also ca. 21 Euro per person im "schönen" Privatauto mitfahren dürften. Jippieh! Natürlich sagen wir gleich zu und sind happy. Das Auto siehe oben, fällt zwar fast auseinander, aber immerhin mit 4-wheel-drive ausgestattet und es schafft alle "Hürden" auf dem Weg. (Aber dennoch brauchen wir wieder 8 anstrengende Stunden)

Veronique  und ich unternehmen am nächsten Tag einen tollen Trek zu den Nomaden, erleben einen irren Sonnenuntergang, haben ein tolles Essen in unserem Zeltquartier und eine laaaange Puja in der örtlichen, süßen, kleinen  Monestry, die wie oben erwähnt, mehr einem Theaterspektakel ähnelt als einer "heiligen" Zeremonie. Die Kinder "knatschen" dort unaufhörlich Kaugummi, ziehen es aus dem Mund, stecken es sich in die Ohren!!!!, kleben es Veronique auf die Hand (weiß nicht, wie sie das und das Gestinke der Kids erträgt) und anschließend wieder in den Mund! Manchmal ist es trotz Lachen ein wenig unerträglich....aber wir nehmen's mit Humor. Übrigens ist dies auch ein Ort, in dem den Kindern das Betteln beigebracht worden ist.....die Auswüchse des Tourismus haben sich bis hier her durchgefressen. Wir geben nichts. 
Das beste Brot, das ich bis jetzt hier in Leh gegessen habe (ähnlich einem französischen Baguette), dürfen wir genießen, saaaagenhaft. 

Am nächsten Morgen die tolle Rückfahrt in der wahnsinnigen Landschaft. 

Bericht über das "Teaching" des Dalai Lama im nächsten Post. 

28. Juli 2012

HIS HOLYNESS the 14th Dalai Lama

ER kommt!

HIS HOLYNESS, der Dalai Lama kommt direkt in meine Nähe, ca. 10 Minuten Fußweg!!!! Jippieh! Wir machen uns alle um 7.00 Uhr auf zur Schule, er kommt zur Einsegungsfeier der neuen Schüler, wie in jedem Jahr, wenn er zu dem Zeitpunkt hier ist. 

dies ist die Lamdon-Schule in Leh. Die ganze Schule ist geschmückt und
alles erwartet den großen Mann


und wieder kommen toll geschmückte Frauen
ENDLICH ist mir HIS HOLYNESS mal ein bisschen näher!
Wie immer ein Lächeln und meist einen Scherz auf den Lippen,
beschützt von einem Sonnenschirm, begleitet von
hohen Herren geht's erst mal IN die Schule


er begrüßt die anderen, hohen Mönche, die zu seiner Ehre gekommen sind.





WAS für ein großartiger Mensch!
(....und was haben wir dagegen für eine NULL in Rom hocken, nur eine peinlich Nummer!.....)


Er sagt zu seinem Volk: Please sit! Sie sollen NICHT seinetwegen leiden!
Ein Mönch bringt ihm eine goldene Tasse mit Tee

Ich bin einfach nur überwältigt! KEINE extra eingefädelte Veranstaltung für Touristen, NEIN, eine Veranstaltung, ganz für Schule, ganz für das ladakhische Volk. WIR dürfen nur am Rande teilnehmen! WIE toll!!!! Der Hauptplatz ist für die Schüler vorgesehen, die Eltern und entsprechende Honorationen. Wir ausländischen Besucher dürfen außen rumgehen und diese Einsegnung aus der entsprechenden Ferne betrachten. Englisch wird sowohl von ihm als auch von den anderen hohen Herren nur kurz für 5 Minuten gesprochen - wie es sich gehört für eine lokale Veranstaltung. 
Schülergruppen tanzen, singen und ER ist entzückt. Aber ich erst! Mir läuft es ununterbrochen kalt den Rücken herunter, solch eine Faszination ergreift uns alle.
Ich mache ununterbrochen Fotos und hoffe, dass ich sie später noch mehr zoomen kann, damit man ihn auch einigermaßen erkennen kann. Ich glaube, es ist mir recht gut gelungen, obwohl meine Panasonic-Kamera nicht den tollsten Zoom hat. Bin recht zufrieden mit dem Ergebnis. Demnächst bekomme ich von dem französischen Gast hier im Hause noch detailliertere Großaufnahmen.

UND DANN KOMMT DER KNALLER! Er steigt in seine schwarze "Limosine", ich denke, eigentlich Jeep oder so, ich kenne mich nicht so aus mit Autos, ihr seht es unten:

.... und winkt mir und Veronique, die wir ganz weit unten an der Straße alleine stehen, PERSÖNLICH lächelnd zu! Ich schmeiße den Fotoapparat zur Seite und strahle ihn an. Da wir in der Tat die Einzigen sind, die dort stehen, meint er wirklich nur uns! Wahnsinn! Wir kriegen uns gar nicht mehr ein vor Begeisterung. Wenn man das obige Foto zoomt, erkennt man auf der rechten Seite ihn und seine winkende Hand. 

Na, DAS war ja ein Morgen, DER HIT und DAS ERLEBNIS schlechthin! 

Aber die Überraschungen gehen noch weiter. Veronique und ich wandern ein paar Stunden später langsam in den Ort hinab - und plötzlich meint ein Ladakhi-Mann zu uns: Beeilung, vor der Monestry passiert gerade was. Wir natürlich nix wie ab ein paar Meter gerannt - und man glaubt es nicht! Der süße, kleine Junge von ca. 5 Jahren, die REINKARNATION des örtlichen Lamas (auch am Vormittag bei dem großen Dalai Lama dabei), zuständig für 3 umliegende Monestrys, macht gerade eine Prozession, welcher Art auch immer. Nun die überragenden Bilder von dem kleinen, süßen Mann:

ein Gebilde, was auch immer es bedeuten mag, wird nach einer Prozession ins Feuer geschmissen

auch er schaut mich mit einem - wie ich finde - bisschen  traurigen - Blick direkt an!


Tja, wir können es uns wirklich nicht vorstellen, wie solch ein kleiner Bub bereits seit 2
Jahren den Mönchen angehört und dort auf sein späteres Leben als großer Lama vorbereitet wird.
Ein Mönch zeigt ihm, was er zu tun hat, nimmt ihn an die Hand und hilft ihm, einen kleinen Bach zu überqueren, zu süß

diese Zeremonie verstehen wir nicht, man kann nur die Symbole erläutern:
rote Farbe wird über "Knochenteile" o. ä. geschüttet, rohe Eier mit einem roten Schwämmchen
getränkt und auf den Boden neben den kleinen, großen Lama geschmissen.... Merkwürdig.  Danach wird ein Reisighaufen mit Feuer entzündet und ein Turm mit allerlei
undefinierbaren Geschenken hinein geschmissen. Alle freuen sich
und gehen zurück ins Kloster.... Wir würden es gerne verstehen, aber es gelingt uns nicht.
Auch unser "Hausherr" kann uns diese kleine Feierlichkeit nicht erklären.


Bei der ganzen Zeremonie bzw. Prozession sind ca. 15 Ladakhi people, 20 Mönche und ca. 6-8 Ausländer dabei. KEIN Festival hier in der Nähe kann großartiger sein, KEINE Puja, KEIN Maskenfest in einer großen Monestry. DIES war ein einzigartiges Erlebnis, an dem ich teilhaben durfte und ich bin dankbar dafür. 

Veronique und ich meinen, dass jetzt am Abend zum Dinner nur noch Richard Gere und George Clooney erscheinen müssten, dann wäre nichts mehr für uns zu wünschen übrig.... aber die beiden haben uns den Gefallen dann nicht mehr getan......

24. Juli 2012

Schöne Tage in Leh

Auf der Straße repariert einer eine Telefonanlage - ganz wie bei unserer Telekom....:-)
meine süße Gastmutti
jeden Abend um 18.00 Uhr gibt's eine kleine Puja in der nahegelegenen Monestry


Mir gefällt's immer besser in Leh, hab mich total gut eingelebt. Ich finde auch immer mehr Leute, die ebenfalls einen Langzeitaufenthalt in Leh haben und sich hier sauwohl fühlen. 
Ich unternehme für meine Verhältnisse recht wenig, schlafe lange aus, nettes Frühstück mit der family und den lieben Gästen im Haus, danach ein bisschen Computer-Arbeit, ausgiebiges Lesen, danach supernetter Spaziergang in die "Stadt", meistens tolle Gespräche in Cafe's oder Restaurants, diverse Schmuckeinkäufe, 3 Shalwar Kameez (indische Frauenkleidung, Bild kommt später) hab ich mir bei einem sehr guten Taylor machen lassen. Ja, so kann man es sich gut gehen lassen. Wetter am Tag meistens sehr heiß, abends superklasse Abkühlung und man kann gut schlafen.

Mit meiner einen Mitbewohnerin aus Paris habe ich mich angefreundet und wir unternehmen so Einiges am Tag zusammen. Eigentlich könnte ich nun gut mein Französisch auffrischen, aber da ich sooo ungeduldig bin und sehr schnell Englisch und Deutsch spreche, macht mich das wahnsinnig, wenn ich lange "Wortfindungsstörungen" im Französischen habe, dadurch bleiben wir dann doch beim Englischen. Morgen wollen wir mit Öffi zu einer Monestry und Ende der Woche einen längeren 3-Tages-Ausflug zum Tsomoriri-Lake machen. Ich freu mich schon darauf.

Es wird jedenfalls nicht langweilig und das ist toll.



20. Juli 2012

Festival in Phyang und Dalai Lama in Leh

Es ist ein Festival in der Nähe von Leh und alles rennt hin. Ich hatte es ja schlimm erwartet, aber das..........? Nein! Ich schätze mal: ca. 200 local people, ca. 500 Touristen. Unfassbar schlimm. Sie kämpfen um die besten Plätze. Ich schieße gerade mal EIN einziges Foto des Maskenspektakels, ist mir alles zu tourimäßig. Habe das Ganze bereits im Jahre 2005 in Zanskar gesehen, da war das Besucherverhältnis genau umgekehrt. Somit brauche ich mir das Ganze nicht anzutun. Dafür ein Bild von den Touris, ist ja auch nett....Die waren so konsterniert, dass ich ein Foto von IHNEN gemacht habe.... Da kann man sehen, wenn man mal die ganze Fotosache umdreht und man ungefragt von denen Fotos macht und nicht die ungefragt von den locals. Ist schon interessant.

Aber was toll ist, ist meine Begleitung: Man stelle sich vor: ich nehme den local bus morgens ganz früh, steige in einer Art Militärbasis an der Straße aus und will bzw. muss den ganzen, langen Weg, ca. 10 km hinauflaufen, um zu dem Festival zu kommen. Eine local Frau steigt mit mir aus und will auch da hoch. Somit gehen wir zusammen. Sie macht permanent Autostop und wir wollen mitgenommen werden. KEIN einziges Auto, Jeep, Bus hält an. Nach ca. 20 Minuten hält ein Minibus - und ihr glaubt es nicht - ein Auto mit einem Mönch und 4 Nonnen. Wir sind glücklich. Vor Ort "hefte" ich mich an ihre Fersen und lasse sie nicht mehr los :-). Ich adoptiere sie sozusagen. Wir besuche das Kloster auf ihre eigene Art, d.h. wir gehen in jede kleine Klosterkammer mit Heiligtümern hinein, sie halten Andacht auf ihre Weise (werfen sich auf den Boden und beten für ein paar Minuten), dann geht's weiter. Ich scheue mich, auch nur ein einziges Foto zu machen, lieber verzichte ich auf die Fotos, als ihre Andacht zu stören. Sie finden es klasse, dass ich immer mitkomme. Nach einer Weile haben sie MICH adoptiert. Sie sprechen kein Wort Englisch, ich kein Wort Ladakhi, superwitzig. Wir schauen uns nach einer Weile das Spektakel an, ich bin aber daran nicht interessiert (siehe oben). Irgendwann frage ich einen local Mann, ob er sie fragen kann, wann und ob sie zurückfahren nach Leh. Er macht dies und ich fahre tatsächlich mit ihnen am Nachmittag wieder zurück. Ein tolles Erlebnis und ich bin happy.

Ein einziges Bild von den Maskentänzen, die ich bereits ausgiebieg in 2005 in Zanskar gesehen habe
Touris, die um ihre Plätze geifern und sie besetzt halten, komme, was da wolle
"meine" süßen Nonnen
so könnte ich meinen Bus auch nennen.....(Me So Hungry Bus Annette)
beim Abschied noch ein Bild "meiner" Nonnen




Am 18.7. hat sich der Dalai Lama angekündigt. Der ganze Ort, also Tausende,  stehen früh auf, warten 3 Stunden in der Hitze  - und ich sehe ihn tatsächlich EINE ganze Sekunde lang im Auto vorbeischwirren. So schnell kann ich natürlich kein Foto machen. Aber er hält nächste Woche noch (hoffentlich) ein paar "teachings" und dann will ich zur Residenz.
einheimische Frauen in ihren besten Kleidern mit Blumen zur Begrüßung des Dalai Lama's
auf den Wagen vor ihm fahren einheimische, toll gekleidete Frauen und Männer
wichtige Herrschaften aus dem Mönchsbereich bilden die Vorhut des großen Mannes
die kann ich noch alle schön fotografieren, auch aus der Menge heraus, aber
ein Bild vom großen Dalai Lama gelingt mir nicht

Kloster Likir

Ich warte an der Straße vom Kloster Rizong nach Likir sage und schreibe 2 Stunden und dann kommt der Bus endlich, natürlich bis an die Oberkante mit Leuten überfüllt und ich muss stehen, na ja, stehen ist eigentlich übertrieben, ich hänge irgendwie in der Mitte fest. Aber natürlich ist es auch mal wieder faszinierend mit all den locals....:-)
Ich finde wieder ein nettes home stay Quartier bei einer tollen Familie. Der Vater der Familie ist Amchi, also aryuvedischer Arzt und sehr geachtet im ganzen Ort.
Der kleine Junge von 5 1/2 Jahren kann bereits das Alphabet sowie einige Worte in Englisch, in bin tief beeindruckt. Warum lernen unsere Kinder nicht bereits im Kindergarten Englisch? Ich versteh es nicht.

Mittags wandere ich den langen Weg zum Kloster hinauf. Nach 2 Stunden hab ich es endlich erreicht (ich kannte es ja bereits), trinke etwas und mach mich auf einem abgelegenen Weg zurück (was sich rächen sollte). Ich bekomme es nach ca. 2 Stunden allmählich mit der Angst zu tun, weiß  nicht, ob ich richtig gehe, keine Menschenseele weit und breit und ich muss klettern, um irgendwie hinab zu kommen. Aber ich wollte es ja nicht anders.....Ich finde ein Haus mit einem Hintereingang. Gut, dass man alles hier immer öffnen kann, ich laufe um das Haus herum und finde den Haupteingang. Kann nichts hinter mir verschließen und denke: na, die werden sich aber wundern, dass nix mehr verschlossen ist und muss lachen....Aber nun muss doch endlich die Sch....Straße kommen. Ne, immer noch nicht, noch mal klettern und dann nach einer Ewigkeit ist sie endlich da. Hätte auch nicht gedacht, dass ich mich mal über eine klitzekleine Straße freuen würde.....:-). Halbtot komme ich nach 6 Stunden wieder im Guesthouse an.

Man beachte die Kuh im Garten
Bild aus meinem Zimmer




Mein "Duschwasser" wird im Kessel der Solaranlage erhitzt
ich darf beim NATÜRLICHEN Melken dabei sein.
Wo gibt's das noch in Deutschland, bei uns wird alles vollautomatisch erledigt

sind die nicht süß? Sie warten auf den Lehrer



So wird Englisch unterrichtet :-)
Ich frage sie auch ab und sie anworten im Chor, zu süß
Sie sind alle ca. 1 Stunde vor Unterrichtsbeginn in der Schule,
entweder zum Säubern der Schule oder zum
Hausaufgabenmachen, sind alle eifrig bei der Sache.
In der Schule werden Kinder im Alter von 4/5 Jahren  bis zu ca. 16 Jahren unterrichtet.
IST DAS EIN MOTTO??????
Ich find's sagenhaft toll, mit dem Satz
die Schule zu verlassen.
Ich denke, ich seh nicht richtig: Ein Rapsfeld, das
genau wie zu Hause riecht!!! Heimatliche Gefühle
packen mich..
laaanger Weg zum Kloster Likir

auf dem Rückweg finde ich sogar eine Nomadenfamily,
die aber so scheu ist, dass die Mutter gleich ihr Kind
zurückpfeifft, als sie mich sieht. Diesen Weg geht sonst kein Ausländer.

ich gehe stundenlang einsame Wege und bekomme allmählich
richtig Schiss, die Straße wiederzufinden, ich muss klettern,
rutschen, über stachelige Zäune mich hinweg bewegen - und kein Mensch..

....Stunde um Stunde. Allmählich find ich es gar nicht mehr witzig....
im Guesthouse "spielt" ein süßer, kleiner Hund mit dem Haushuhn,
genannt "Chicken". Wie originell, lach!
Habe noch niemals solch ein "personifiziertes", zutrauliches Huhn
erlebt, wollte mir in den Finger picken, spielt mit allen Gästen usw.,
scheißt dafür überall hin, wo es geht und steht!